• Kurzexposé der Stadt Völklingen

  • Völklingen – innovative Stadt im Grünen

    Mit rund 40.000 Einwohnern ist Völklingen die drittgrößte Stadt des Saarlandes. Am 27. Oktober 822 als „Fulcolingas“ erstmals urkundlich erwähnt, gehört sie zu den ältesten Ortschaften im Saarland und galt schon zu Zeiten der Kelten und Römer als wichtiger Knotenpunkt für die Verkehrs- und Wirtschaftsströme. Unter der Hochgerichtsbarkeit der Grafen von Saarbrücken zählte die bäuerliche Siedlung im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit zu den größeren und wohlhabenden Dörfern.

    Eisen- und Kohlefunde bescherten dem bäuerlichen Marktflecken neben seinem traditionellen Handwerks- und Fischereigewerbe eine frühe Industrialisierung. 1572 begann das Eisenherz Völklingens zu schlagen, als im heutigen Stadtteil Geislautern die älteste Eisenschmelze des Landes entstand. Im Jahr 1616 errichteten die Bewohner des heutigen Stadtteils Ludweiler zudem eine erste Glashütte. Die Steinkohlegewinnung im Tagbau begann fünf Jahre später.

     

    Im Rahmen des Frieden von Campo-Formio wurde Völklingen 1799 zu einer Mairie des Arrondissement Saarbrücken und profitierte fortan von der systematischen Förderung von Technik und Forschung im französischen Kaiserreich. Zur Weiterentwicklung des Bergbau- und Hüttenwesens entstand in Geislautern auf Anordnung Napoleons 1802 die École Pratique des Mines, ein für die damalige Zeit einzigartiges Technologiezentrum. 1815 fiel das Gebiet an Preußen, und eine erste mächtige Industrialisierungswelle begann.

     

    Durch die Übernahme der 1873 gegründeten Völklinger Eisenhütte durch die Gebrüder Röchling im Jahr 1881 wuchs die Völklinger Hütte mit ihrem hohen Bedarf an Arbeitsplätzen, einer gigantischen Produktionsausweitung und ihrer wirtschaftlichen Sogkraft  innerhalb weniger Jahre zum großindustriellen Zentrum an. Insgesamt ein Jahrhundert lang beherrschte die Hütte “in Rauch und Dampf“ die Stadtentwicklung. Mit dem Beginn der Stahlkrise stagnierte die Aufwärtsentwicklung nach dem 2. Weltkrieg, und Stadt wie Hütte litten unter dem Verlust tausender Arbeitsplätze. Nach seiner Restrukturierung produziert das Unternehmen „Saarstahl“ heute am Standort Völklingen soviel Stahl wie nie zuvor: mehr als 4000 Beschäftigte arbeiten in einem der modernsten Stahlwerke der Welt, das unter anderem auch Teile der europäischen Trägerrakete „Ariane“ gefertigt hat und durch millionenstarke Investitionen in eine neue Schmiede deutliche Zeichen für die Zukunft setzt.

     

    Die UNESCO setzte 1994 den Teil der Völklinger Hütte, in dem bis zum Ende des 20. Jahrhunderts Roheisen geschmolzen wurde, auf die Liste der Welterbe-Stätten. Seither gilt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte als einzigartiges Zeugnis der Technikgeschichte und Industriekultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Alljährlich begeistert es über 300.000 Besucher. Für überregionales Aufsehen sorgt die Mittelstadt an der Saar zudem durch ihre zahlreichen Konzertveranstaltungen und hochkarätigen Ausstellungen in der monumentalen Gebläsehalle des Weltkulturerbes.

     

    Im Rahmen des aktuellen Stadtentwicklungsplans „Völklingen – Projekt – Zukunft“ wurde das Umfeld der „Kathedrale der Industriekultur“, insbesondere auch der Zugang zur Saar, weiter für die Bewohner und Besucher der Stadt erschlossen. Neu gestaltet wurde inzwischen das gesamte  Innenstadtdreieck. Der Umbau verschiedener wichtiger Plätze, die Sanierung von Jugendstilhäusern und der Bau des City-Carrés sind wichtige Marksteine dieser Entwicklung.

     

    Ökonomisch geht Völklingen den konsequenten Weg des Wandels von einer durch die Montanindustrie geprägten Stadt zu einer Kommune, die auf die Ansiedlung von neuen Unternehmen im Bereich moderner Technologien und Dienstleistungen setzt. Das Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) steht beispielhaft für diese Entwicklung wie auch die vielfältigen Veränderungen in Völklingens Gewerbegebieten, in denen ein innovativer Branchenmix angesiedelt werden konnte. Durch seine Kraftwerke stellt Völklingen zudem eine wichtige Energiedrehscheibe im Saarland dar. Mit den SHG-Kliniken und dem Herzzentrum ist die Stadt überregional von Bedeutung im Gesundheitsbereich.

     

    Von zentraler Bedeutung für die Stadt Völklingen ist die Förderung seiner jungen Bewohner: Die verschiedenen Kindertagesstätten, Grundschulen, Gymnasien und Berufsbildungszentren machen die Mittelstadt zu einem wichtigen Schulstandort, an dem Erziehung und Bildung groß geschrieben werden. Auch die Völklinger Volkshochschule trägt als zweitgrößte Volkshochschule des Saarlandes ihren Part dazu bei:

     

    Ihre Freizeit genießen können Völklingens Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Nah und Fern bei den vielen kulturellen Veranstaltungen, die die Verwaltung alljährlich organisiert – seien es die City-Open-Airs oder die Kinder-Reihe „Klamauk unterm Schirm“ auf dem Adolph-Kolping-Platz oder das „Saarfest“, das mit seinen spannenden Drachenbootrennen immer wieder für Begeisterung sorgt. Sportlich aktiv zeigt sich Völklingen aber auch während vieler hochkarätiger Veranstaltungen: Insbesondere die Hermann-Neuberger-Halle ist Schauplatz zahlreicher herausragender Sport-Wettkämpfe.

     

    Mit über 50 Prozent Waldanteil und mehr als 200 km ausgeschilderten Wanderwegen bietet Völklingen zudem reichlich Raum für Aktivitäten unter freiem Himmel: Insbesondere der Hugenottenweg ist für geschichtsinteressierte Wanderer attraktiv und führt direkt zum französischen Nachbarn. Die grenznahe Lage spiegelt sich auch in den traditionsreichen Städtepartnerschaften mit Les Lilas, Ars-sur-Moselle und Forbach wider. Intensive Kooperationen in den vielfältigsten Bereichen und grenzübschreitende Projekte mit den Nachbarn machen die inmitten der Großregion Saar-Lor-Lux gelegene Stadt Völklingen zu einem lebendigen Ort, an dem Lebenskultur, Wirtschaftsvielfalt und Naturverbundenheit groß geschrieben werden.

    Der Text wurde uns von der Stadt Völklingen zur Verfügung gestellt. Fotos: (c) B&B/Stadt Völklingen

     

  • Kontakt zur Stadt Völklingen

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